Ansprache von Dr. Andreas Mailath-Pokorny

Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport in Wien

Dr. Andreas Mailath-Pokorny, amtsführender Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport in Wien, nahm die Enthüllung des Gedenkzeichens vor und sprach zuvor noch zwei Überlegungen aus:

Er weist darauf hin, dass es in der Peripherie schon zahlreiche Gedenktafeln bzw. Gedenkzeichen gibt, worauf ja auch schon Gerald Netzl zu sprechen kam, und es sich um einen sozusagen umgekehrten Prozess handle, nunmehr verstärkt Gedenkmale an zentralen Orten zu errichten. Die Stadt habe grundsätzlich versucht, diese zentrale Verortung in letzter Zeit voranzutreiben. Dies habe begonnen mit dem Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, dem Holocaust-Mahnmal am Judenplatz und dem Mahnmal für die Opfer der NS-Justiz.

Der Standort des Gedenkzeichens im Rathauspark, also gelegen zwischen Burgtheater, Universität und Rathaus, ist der richtige Ort, nochmals und in aller Deutlichkeit daran zu erinnern, dass Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, Solidarität und der menschliche Umgang miteinander nie eine Selbstverständlichkeit und ein für allemal erkämpft worden seien, sondern immer wieder aufs Neue erkämpft werden müssen.